lyra arrasya


Am 19. Tag des Praios, 100 Jahre vor Hal wurde die kleine Lyra arrasya geboren. Freude und Kummer zugleich ueberkam die Sippe, denn Lyra kam gesund zur Welt, ihre Mutter jedoch verstarb kurze Zeit spaeter. Nun wuchs die kleine Lyra bei ihrem Vater und in ihrer Sippe auf. Sie lernte viel von den Weisen Elfen darunter und wurde eine intelligente kleine Elfe, die sich bei mancher Sache nicht unterkriegen lies. Immer schon, verbrachte sie viel Zeit auf Steppen oder in grossen Waeldern, spielte mit Tieren, wanderte umher um die Landschaften zu erkunden.

Mit jungen sechzehn Jahren beschloss sie, die Sippe zu verlassen, da sie die Welt fuer sehr interessant hielt und sie unbedingt erkunden wollte. Sie war sich sicher, das es dort draussen noch viel mehr Lebewesen und noch schoenere Geschoepfe geben wuerde, die sie unbedingt sehen muesste. Schweren Herzens lies sie also ihre Sippe zurueck, in der Hoffnung, sie sehr bald wiederzusehen.

Wanderungen durch Waelder, Suempfe und Steppen brachten Leben in Lyras Herz, sie fuehlte sich sehr wohl. Doch in diesen sehr fremden Gebieten, lernte sie zum ersten mal das Boese auf dieser Welt kennen. Orks, Trolle, und viele andere Kreaturen bekam sie zu Gesicht. Das Gute war auf der Seite der jungen Elfe und sie ueberlebte durch ihre Kampfkuenste, die sie in ihrer Sippe lernte. Viele Monde zog Lyra durch weite Grassteppen, Doerfer und Landschaften in denen sie andere Sippen und verschiedene Menschen traf. Mit Menschen kam sie aber nicht klar. Die Menschen waren ihr suspekt, und sie hat frueh in ihrer Sippe erfahren, dass Menschen unheil ueber ihr Volk bringen, also mied sie die Menschen. Besonders um Thorwaler und Zwerge machte sie einen großen Bogen, auch wenn sie nicht immer an ihnen vorbei kam.

Eines Tages rastete Lyra in einem Dorf von Norbardischen Familien, die sie herzlich aufnahmen. Erst wollte Lyra nicht, doch bald fand sie Freundschaft in diesen Menschen und Lebte ein paar Monde unter ihnen. Sie fragte sich immer wieder, ob es richtig sei, den Menschen zu vertrauen, denn sie wusste doch, was man ihr ueber dieses Volk erzaehlt hatte. Einie Zeit spaeter waren ihr diese Menschen so vertraut, das sie sogar mit einem von ihnen, Hofnorbarde Janko Firnino, eine "Bruederschaft" einging. Dieser Norbade war in dieser Zeit sehr wichtig und ein sehr guter Freund. Aus ein paar Monden wurden noch ein paar mehr... wurden noch einige Monde mehr... bis sie etwa 4 Jahre in einer der Nordbardenfamilie gelebt hat. Nach dieser Zeit zog es sie von diesem Ort weg und sie machte sich wieder mit Sack und Pack auf die Heimreise. Ihre Sippe fehlte ihr und sie fand, das sie genug gesehen hat um nun wieder nach Hause zurueckzukehren. Ihr "Bruder" schwor ihr, das sie sich eines Tages, wenn der Zeitpunkt gekommen sei, sich wiedersehen wuerden.

Lange Wanderungen, Tage und Naechte spaeter, kam sie an den Ort wo ihre Sippe _eigentlich_ sein sollte... ...doch Lyra fand nur Truemmer vor, alles war zerstort. Sie konnte nich glauben, was geschehen war. Ein Elf der Sippe war zurueckgeblieben und erzaelte Lyra, was vorgefallen war. Schreckliche Wesen wie Orks haben die Sippe angegriffen und vertrieben. Einige starben, viele konnten den Orks entwischen, so wie dieser Elf, der wieder zu diesem Ort zurueckkehrte um dort kurze Zeit spaeter, nach Lyras eintreffen, zu sterben.. fuer Lyra brach eine Welt zusammen. In Traenen und voller Hass zog sie von ihrem zerstoerten Zuhause los, um nach ihrer geliebten Sippe zu suchen.

Hass, Trauer und Wut begleiteten Lyras Wege. Lange suchte sie nach ihren geliebten Freunden und ihrer Familie. Eine Ewigkeit irrte Lyra umher, ihre Vorraete gingen aus und sie war dem Ende nahe. Mondelang war sie ohne Rast und Versorgung, erschoepft und verloren in den weiten Steppen des Gueldenlandes. Als die Kraft Nurtis sie verließ, sank sie irgendwann Nachts, mitten in einer einsamen Steppe, zu Boden.

Bald darauf fand Lyra sich in einer Stadt namens Gareth wieder, in der Hauptstadt des Gueldenlandes. Ein Thorwaler Namens Wompf hatte sie etwas entfernt von Gareth aufgegabelt und sie zu einem Heiler in Gareth gebracht. Lyra wusste nicht, wie es um sie geschehen sei. Verwirrt, weinend und verbittert rief sie nach ihrem erwachen, das sie zu ihrer Familie zurueck will ... Wompf troestet sie. Auf der einen Seite, war sie dem Thorwaler dankbar, doch war es untroestlich, jetzt ohne ihre Sippe leben zu muessen, wohlmoeglich noch in einer Stadt voller habgierigen und diebischen Menschen. Wompf gewann Lyras Vertrauen, doch auch er war nur ein Mensch, bei dem es nicht lange dauern wuerde, bis sein wahres Ich ans Licht kaeme, da war sich Lyra sicher. Doch dazu kam es nie, denn Wompf blieb so wie er war. Hilfsbereit, freundlich und nett, so, wie Lyra es von einem _Thorwaler_ garnicht gewohnt war. Sie wurden Freunde. Nachdem eine Weile vergangen war, lernte Lyra noch andere Menschen und sogar Elfen in dieser Stadt und in deren Umgebung kennen. Lernen mit dem Volk der Menschen umzugehen - drumherum kam sie sowieso nicht.

Lyra ist nun reifer und bereit, gegen das Boese zu kaempfen um das Gute zu schuetzen. Einige male noch, begab sich die Elfe auf die Suche nach ihrer Sippe.. vergeblich. Noch heute sucht sie, denn sie gibt die Hoffnung nicht auf. Das Gefuehl, ihre Familie irgendwann wiederzusehen, egal wie lange es dauern wuerde, verließ sie bis Heute nicht. Die Hoffnung auf ein Wiederehen und der glaube an die schaffende Kraft Nurti, halten Lyra am leben. Wompf, mit dem sie ein paar Jahre spaeter, so komisch es ist, den Bund der Ehe einging, gibt ihr zusaetzliche Kraft, beschuetzt und unterstuetzt sie. Eines Tages wird sie ihre geliebten Elfen wiederfinden, auch wenn sie dann vielleicht abgestossen wird, weil die mit einem Menschen verheiratet ist. Zu wissen, das die Sippe noch lebt, ist ihr wichtig und sie hofft sehr...
 
 

-*-*- zurueck -*-*-