Diebesgilden-Extra


0. Einleitung
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Der Orden des silberenen Fuchses ist eine besonders Phex gefaellige Ver- einigung, welche sich auf Heimlichkeiten aller Art spezialisiert hat. Man munkelt, dass sich der Orden tief in den Waeldern von Wolfen aufhalten soll - nun, hmmm, Wolfen ist doch ohnehin nur Wald mit vereinzelnten Haeusern - oder? Man sagt auch, dass es verboten ist den Standort des Ordens zu verraten, also wird ein wahrer Beutelschneider oder Raeuber auch unter Folter dieses Geheimnis wohl niemandem preisgeben, so wahr Phex ihm helfe.

1. Die Spezialitaeten des Ordens
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Die Mitglieder des Ordens geniessen eine gute Ausbildung, die sie auf die meisten Eventualitaeten im Leben vorbereiten soll. Dabei handelt es sich in Detail um:

* Schleichen *
Damit die Aktionen auch wirklich heilich bleiben und damit ein Opfer auch nicht merkt, dass sich der eigene Dolch einen neuen Aufenthaltsort wuenscht ... (im Ruecken des Opfers)

* Verstecken *
Es ist immer wieder unangenehm, wenn man etwas gefunden hat, das der Besitzer gerade im Inbegriff zu verlieren war. Genau fuer solche Situationen ist das Verstecken besonders geeignet.

* Verkleiden *
Wer bitte ueberfaellt eine Bank unmaskiert?! Es gibt viele Arten seine Identitaet geheim zu halten - der Orden hat diese perfektioniert.

* Stehlen *
"Etwas finden das noch nicht verloren wurde." oder "Aus purem Mitgefuehl einen Mitbuerger von seiner ach so schweren Last zu erloesen." Stehlen kann man praktisch alles das, was man auch Rondragefaellig erkaempfen kann, manche Dinge wollen jedoch nicht gestohlen werden - sie besitzen einen eigenen Willen und wissen das gut zu verhindern. Aber vorsicht, wer sich beim Stehlen sehen laesst spielt mit seinem Leben oder zumindest mit der Freiheit ...

* Schnueffeln *
Bevor man ein Objekt der Begierde an sich bringen kann ist noetig, dass man es ins Visier nimmt - dafuer bietet es sich an die Gegenstaende des Opfers erstmal genau zu durchsuchen. Je weiter man sich in die Besitztuemer der Opfer vorarbeitet, desto schwerer wird es unauffaellig zu bleiben (wer dies nicht glaubt kann sich ja einmal bis zur Achsel in einen Rucksack versenken und dort versuchen etwas zu erfuehlen ohne dabei aufzufallen).

* Schloesser *
Die Kunst mit aller Art Sperrhaken, auch Dietriche genannt, selbst das gefinkeltste Schloss zu knacken ist ebenfalls eine besondere Spezialitaet.

* Auflauern *
Manchmal ist es noetig auch haertere Register zu ziehen um einen Auftrag zu erledigen oder einen Kontrahenden zu be- seitigen der einem immer wieder das Geschaeft streitig macht. Fuer diesen Zweck eignet sich das Auflauern - also der Ueberaschungsangriff von hinten wie auch das Rondra gar nicht gefaellige "von Hinten zustechen" besonders gut. Das Sprichwort "Hilf Dir selbst, dann hilft Dir Phex" ist jedoch wie immer auch in Haertefaellen gueltig und jeder ist sich ja bekanntlich selbst der naechste. Das Auflauern erfordert jedoch Heimlichkeit, kann damit nicht im offenen Zweikampf verwendet werden, nur (feige) von Hinten zum Auftakt eines Kampfes und in einem Kampf mit Gefaehrten, die die Gegner solange ablenken bis man sich von hinten geschickt und leise angeschlichen hat.

Darueber hinaus werden auch folgende Fertigkeiten sehr geschaetzt, die das Leben der Mitglieder des Ordens jeden Tag um vieles einfacher und sicherer machen:

* Waffentalent *
Es ist unerlaesslich, dass sich der Dieb selbst aus- reichend zur wehr setzen kann sollte es der Fall erfordern, darum wird im Orden auch Wert auf die Beherrschung, zumindest einem Kampftechnik Wert, gelegt.

* Klettern *
Viele Fenstersimse und Baeume mussten schon erklommen werden um einen Auftrag im Namen des Phex aus- zufuehren, das hat dem Klettern auch einen besonderen Status im Orden eingebracht.

* Koerperbeherrschung *
Im Kampf, wie auch bei den meisten Aktion der Diebe ist der geschickte Umgang und die Beherrschung des eigenen Koerpers unerlaesslich, aus diesem Grund wird die Koerperbeherrschung benoetigt.

* Schaetzen *
Die Ordensmitglieder haben immer wieder mit Haendlern wie auch mit den windigeren Vertretern des Gewerbes, den Hehlern, zu tun. Sie muessen sich darum auch ueber den Wert der "Ware" im klaren sein um sich nicht ueber den Tisch ziehen zu lassen.

* Feilschen*
"Ein wenig mehr haette ich aber schon gerne fuer den goldenen Stirnreif! Er hat nicht umsonst der Gattin des Grafen von Beilunk gehoert!"

* Gefahreninstinkt *
Zu wissen, wann es Zeit ist das Weite zu suchen, ist bei diesem Job ausserordentlich wichtig. Wenn einem das Fallgitter auf den Kopf gefallen ist, ist es zu spaet ...

* Foramen Foraminor *
Wie auch das Schloesserknacken, nur mit weniger Material und dafuer mehr Hinrschmalz, ist auch dieser Zauber gut dafuer geeignet, diversen Schoessern den Schrecken zu nehmen und diese verhassten wie auch laestigen Hindernisse auf elegante Weise zu ueber- winden.
 

2. Wer Rang und Namen hat - die Hierarchie im Orden
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Gemessen an den Leistungen die ein Mitglied an den Tag gelegt hat werden auch folgende Titel und Raenge innerhalb des Ordens vergeben:

0 ... Langfinger:
Das ist ein Neuling im Orden die/der erst beweisen muss, aus welchem Holz er oder sie geschnitzt ist.

1 ... Beutelschneider(in):
Hat ein Langfinger schon etwas Uebung wird er zum Beutelschneider oder zur Beutelschneiderin ernannt.

2 ... Schlaeger(in):
Ein Schlaeger ist ein Dieb der auch schon den Umgang mit seiner bevorzugten Waffe perfektioniert hat - sich also auch zur Wehr setzen kann, wenn an keine Flucht mehr zu denken ist.

3 ... Raeuber(in):
Legenden und viele Geschichten werden immer wieder ueber  Raeuber geschrieben, seien es nun brandschatzende Verbrecher oder die Retter der Armen und Mittellosen. Der Raeuber ist der hoechste Rang den ein voll aus- gebildeter Dieb erreichen kann.

4 ... Spaher(in):
Eine Spaeherin ist eine Diebin welche sich ueber Talent hinaus auch schon einen Namen im Dienste um den Orden gemacht hat und fuer diese Verdienste geerhrt wurde. Es ist der Erste Rang der oberen Chargen.

5 ... Anfuehrer(in):
Ein Anfuehrer wacht ueber ein Diebesnest und koordiniert die Auftraege seiner Leute im Dienste des Ordens. Die Anfuehrer des Ordens sind allesamt faehige Kaempfer wie auch unangreifbar, wenn es darum geht sich vom Ort der Tat wieder zu entfernen.

6 ... Meister(in):
Eine Meisterin ist das Oberhaupt einer Region im Orden. Ihr Wort ist Gesetz und keiner wagt es sich dem entgegen- zu stellen. Die Meisterin befehligt auch die Anfuehrer der einzelnen Nester.

7 ... Grossmeister(in):
Ueber die Grossmeister wird nur gemunkelt - ihre Identitaeten sind lediglich den Meistern des Ordens und sehr wenigen Auserwaehlten und hochrangigen Mitgliedern des Ordens bekannt. Man munkelt, dass sich die Macht der Grossmeister bis in den Hochadel des Gueldenlandes ersteckt ...

Die Bemessungsgrundlage fuer die verschiedenen Raenge ergibt sich aus dem persoenlichen (=hoechsten) Waffentalent + die sieben hoechsten relevanten Talente geteilt durch acht.

Die einzelnen Stufen koennen erreicht werden sobald man genug geuebt hat und seine aktiven Talentwerte ausreichend hoch sind:

Langfinger          [0] bei <= 5
Beutelschneider(in) [1] bei  6 ..  8
Schlaeger(in)       [2] bei  9 .. 10
Raeuber(in)         [3] bei 11

Alle weiteren Raenge benoetigen herausragende, ueber reines Talent reichende Taten im Dienste des Ordens:

Spaeher(in)         [4] bei 12
Anfuehrer(in)       [5] bei 13
                Meister(in)           [6] bei 14 und hoeher

Khory Bannefin


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